Enzo Ricci, Sonntag, 17. Juni 2018
Die Wasserversorgung in Italien ist generell gut geregelt. Die Kosten sind im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union niedrig. Die
durchschnittliche monatliche Wasser- und Abwasserrechnung in Italien beträgt 20 Euro. In Frankreich sind das 31 Euro. Italiener verbrauchen
durchschnittlich mehr Wasser als Spanier und Franzosen. Auffallend ist, dass durch Leckagen, defekte Wasserzähler und Diebstahl etwa 30% des
italienischen Wassers nicht an die Kunden weitergegeben werden.
Der Süden Italiens ist sehr trocken. Teilweise regnet es zwischen Juni und September nicht. Dennoch gibt es im Süden vielerorts genügend Wasser. Wenn
Sie auf dem Land leben, ist es eine gute Idee, einen Wasserkeller oder eine Zisterne bauen zu lassen, um das Regenwasser zu sammeln. Im Winter füllt
sich der Wasserkeller mit Regenwasser und im Sommer können Sie das Wasser nutzen. Im Sommer kann ein Tankwagen mit Wasser die Zisterne bei Bedarf
nachfüllen. Eine neue Gesetzgebung zur Energieeffizienz gibt einem Haus mit Zisterne eine höhere Punktzahl durch die Wiederverwendung und Einsparung
von Wasser. Sie können auch um Erlaubnis bitten, einen Brunnen zu bohren. Hängt ein wenig von der Lage Ihres Hauses ab. Beispielsweise können Sie
keinen neuen Brunnen im Umkreis von 150 Metern um einen bestehenden Brunnen bauen. Ein Brunnen kann maximal einen halben Liter Wasser pro Sekunde aus
dem Grundwasser gewinnen. Im Süden Italiens gibt es genügend Grundwasser in den Küstengebieten und an einigen Stellen im Landesinneren. Der
Klimawandel wird die Wasserversorgung in Zukunft weiter belasten, insbesondere in Apulien, der Basilicata, Sizilien und Sardinien.
In der Provinz Latium gibt es Gebiete, in denen das Leitungswasser zu viel Arsen und Fluorid enthält. Dies ist eine natürliche Verschmutzung des
Grundwassers. Die EU hat die italienischen Behörden angewiesen, das Wasser zu reinigen, aber das ist noch nicht geschehen. Sie zeigt jedoch, dass es
klug ist, über die lokale Situation informiert zu sein. Die Italiener gehören auch zu den größten Verbrauchern von Mineral- und Quellwasser in
Flaschen.