Das französische Gesundheitssystem: Was Sie wissen sollten

Karl Beck,  Donnerstag, 2. März 2023

Französisches Dorf im Elsass 

Wenn Sie in Frankreich leben oder planen, dorthin zu ziehen, ist es wichtig, zu wissen, wie das Gesundheitssystem des Landes funktioniert. Frankreich hat ein umfangreiches Gesundheitssystem, das für jeden zugänglich ist, unabhängig von Alter, Nationalität oder Einkommen.

Das französische Gesundheitssystem basiert auf dem Prinzip der sozialen Sicherheit. Das bedeutet, dass jeder, der in Frankreich lebt, verpflichtet ist, durch Sozialbeiträge zum Gesundheitssystem beizutragen. Im Gegenzug haben sie Anspruch auf medizinische Versorgung, unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Die Sozialbeiträge werden automatisch vom Gehalt oder der Rente der Person abgezogen.

Ein wichtiger Bestandteil des französischen Gesundheitssystems sind Hausärzte. Sie sind die ersten Ansprechpartner für Patienten und fungieren als Gatekeeper für den Rest des Gesundheitssystems. Wenn Sie einen Hausarzt benötigen, können Sie über den örtlichen Gesundheitsdienst oder die Gelben Seiten einen finden. Es ist wichtig zu wissen, dass Sie in der Regel einen Termin vereinbaren müssen, bevor Sie zum Arzt gehen.

Die Hausärzte haben die Aufgabe, die Gesundheitsprobleme des Patienten zu diagnostizieren und die richtige Behandlung zu verschreiben. Wenn Sie spezialisierte medizinische Versorgung benötigen, beispielsweise aufgrund einer chronischen Erkrankung oder einer Operation, benötigen Sie eine Überweisung von Ihrem Hausarzt. Dies gilt auch für den Besuch eines Krankenhauses. In Frankreich haben Sie eine große Auswahl an Gesundheitseinrichtungen. Es gibt viele öffentliche Krankenhäuser und Kliniken, aber auch viele private Gesundheitsdienstleister.

Wenn Sie eine medizinische Behandlung benötigen, müssen Sie in der Regel kein Bargeld bezahlen. Die Kosten werden direkt vom französischen Gesundheitssystem übernommen. Sie müssen jedoch für einige Behandlungen eine Eigenbeteiligung leisten, wie z.B. Zahnbehandlungen und einige Medikamente.

Das französische Gesundheitssystem hat auch eine Reihe von speziellen Programmen und Vergütungen für bestimmte Gruppen von Menschen, wie z.B. ältere Menschen, schwangere Frauen und Menschen mit niedrigem Einkommen. Wenn Sie denken, dass Sie für diese Programme in Frage kommen, sollten Sie sich am besten an den örtlichen Gesundheitsdienst wenden.

Wenn Sie in Frankreich leben, sind Sie verpflichtet, sich für Krankenversicherung zu versichern. Dies kann entweder über das französische Gesundheitssystem (Assurance Maladie) oder über eine private Versicherung erfolgen. Es ist auch möglich, zusätzliche Versicherungen abzuschließen, z.B. für Zahnbehandlungen oder alternative Medizin.

Einer der Vorteile des französischen Gesundheitssystems ist die Qualität der medizinischen Versorgung. Das Land hat hochqualifiziertes und gut bezahltes medizinisches Personal und verfügt über moderne medizinische Technologien. Das bedeutet, dass Patienten in Frankreich oft schnell und effizient behandelt werden.

Das französische Gesundheitssystem hat jedoch auch seine Nachteile. Manchmal kann es schwierig sein, einen Termin bei einem Hausarzt zu bekommen, insbesondere in Städten mit einer hohen Nachfrage nach Gesundheitsversorgung. Es kann auch lange dauern, bis man einen Termin bei einem Spezialisten bekommt, insbesondere wenn es sich um nicht dringende medizinische Versorgung handelt. Darüber hinaus können die Wartezeiten für einige Behandlungen lang sein, was manchmal dazu führt, dass man zu einem privaten Gesundheitsdienstleister gehen muss.

Ein weiterer Nachteil des französischen Gesundheitssystems ist die Bürokratie. Patienten müssen oft viele Formulare ausfüllen und die Verfahren können kompliziert sein. Es kann auch vorkommen, dass man nicht in der Lage ist, mit einem Arzt in einer Sprache zu kommunizieren, die man versteht, insbesondere wenn man kein Französisch spricht.

Trotz dieser Nachteile bleibt das französische Gesundheitssystem eines der besten und zugänglichsten in Europa. Wenn Sie in Frankreich leben, ist es wichtig, sich für das französische Gesundheitssystem zu versichern und sicherzustellen, dass Sie für medizinische Versorgung abgesichert sind. Wenn Sie medizinische Hilfe benötigen, sollten Sie zuerst einen Termin mit einem Hausarzt vereinbaren. Denken Sie daran, dass Sie für einige Behandlungen eine Eigenbeteiligung leisten müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das französische Gesundheitssystem auf dem Prinzip der sozialen Sicherheit basiert und für jeden zugänglich ist, unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Das System verfügt über ein umfangreiches Netzwerk von Gesundheitsdienstleistern, einschließlich Hausärzten, öffentlichen Krankenhäusern und privaten Gesundheitsdienstleistern. Die meisten medizinischen Behandlungen sind für die Patienten kostenlos, es sei denn, es handelt sich um spezielle Behandlungen wie Zahnmedizin oder einige Medikamente. Das System bietet auch spezielle Programme und Vergütungen für bestimmte Gruppen von Menschen, wie ältere Menschen und Menschen mit niedrigem Einkommen.

Weitere Informationen :


Im Rahmen der „Sécurité Sociale“ gibt es in Frankreich neben weiterer Spezialgruppen im Wesentlichen drei Gruppen von Krankenkassen. Außerdem gibt es noch private Versicherungen, die eine ergänzende Zusatzversicherung anbieten, da die Krankenkassen nur einen Teil der Kosten ersetzen.


Eine kleine Polemik zur medizinischen Versorgung im Großraum Paris.


Ein Arztbesuch in Frankreich läuft ein bisschen anders ab als in Deutschland. Im heutigen Video nehme ich dich mit zum Arzt und erkläre die die wichtigsten Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Gesundheitssystem.


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